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LAST AVENUE
18.07.2009: open air rothenburg,
inwil (lu).
cancelled!

24.7.2009: piedra libre open air,
freienstein bei embrach (zh).

31.07.2009: Grienen,
Winterthur-Sennhof

16.8.2009:cafe zähringer,
zürich (zh).

19.12.2009: Urschrei Nr. 6, Gemeindesaal,
Hausen a. A.


SPACE DEBRIS
10.09.2009: Dolder 2
Feuerthalen

11.09.2009: Tell Saal,
Ostermundingen

12.09.2009: Provitreff,
Zürich

31.12.2009: Alte Schule,
Wolfsbehringen tbc


GINGER
16.-19.07.2009: Bar Jeder Sinne,
Burg Herzberg Festival, Hessen (Hessen)

31.07.2009: Woodstock Open Air,
Mirapuri (I)

1.08.2009: Out in the Gurin (early show),
Vilters (SG)

1.08.2009:Grienen (late show)
Winterthur-Sennhof

14.08.2009: Salzhaus,
Winterthur

21.08.2009:HPs Garden Session,
Baden (AG)

22.08.2009: Kimock Open Air,
Baden Baden (D)

5.09.2009: Little Woodstock
Saarwellingen (D)

10.09.2009: Dolder2,
Feuerthalen

12.09.2009: Provitreff
Zürich.

02.10.2009: World Bar,
Zürich

09.10.2009: Das Haus
Eckernförde (D)

10.10.2009: Dragens Hule
Koebenhavn/Copenhagen (DK)

13.10.2009: Nörgelbuff
Göttingen (D)

17.10.2009: Belle Epoque,
Siegen (D)


STRAWBERRY JAM 1.08.2009: Feelgood Festival,
Niedergösgen

28.08.2009: Reithalle,
Balsthal (BL)

29.08.2009: Musig ide Altstadt,
Aarau (AG)

27.02.2010: Lindeball
Biel tbc

1.07.2010: Maienzug
Aarau tbc


BZZ
31.07.2009: Grienen,
Winterthur-Sennhof

the GINGER jam band experiences

Tourtagebuch Karmic Society & Ginger 31.1.- 3.2.

tourflyermitrandDEF

31. Januar 2008, 17:30 Uhr

Mit dem nötigsten Equipment ausgerüstet trifft die Heidelberger Band „Karmic Society“ im gemütlichen Schauffhauser Bluesclub „Dolder 2“ im malerischen Rheinstädtchen ein. Zuerst ein Mal wird die Berichterstatterin mit den einzelnen Musikern bekannt gemacht, um den Gesichtern auch Namen zuordnen zu können. Mit auf Tour dabei sind auch der Londoner Lichttechniker Keith Pearson und Fahrer und Roadmanager Arvid. Nach dem Aufstellen und einem kurzen Soundcheck finden wir bald eine gemütliche Holzofenpizzeria auf der anderen Seite des Rheins, wo wir ein verhältnismässig günstiges und gutes Abendessen bekommen.
Als wir in den Club zurückkehren, hat sich dieser schon gut gefüllt und nach einer kurzen Tankpause an der Bar sind Karmic Society bereit für das erste Set des Session Gigs. Jeweils am Donnerstag findet im Dolder 2 die „offene Bühne“ statt, eine Jamsession, an der sich alle anwesenden Musiker beteiligen können, eingeleitet wird der Abend oft von einem Sessiongig einer Band, heute Abend halt eben Karmic Society, mit ihrer allerersten Show in der Schweiz.


31. Januar 2008, 22:30 Uhr

Eine kurze Pause nach dem einstündigen ersten Set, das von Keiths analoger Lichtshow untermalt wird (man stelle sich ein Sammelsurium von Diaprojektoren, bunten Lichtscheiben und spacigen Projektionseffekten vor – und das alles aufgebaut auf einem alten Bügelbrett mit zebramässig schwarz-weiss gestreiften Beinen!)



und schon geht die Jamsession los, in verschiedensten Kombinationen von „Gin Karmic“, wie sich der Musikermix aus „Karmic Society“ und der Gastgeberband „Ginger“ nennt.
Als spät in der Nacht dann allen die Finger weh tun, der Kuchen verputzt ist und die Band von Dolder 2-Chef Tom mit den obligaten Albatrossen aus Backfolie beschenkt worden sind, nehmen wir den Heimweg nach Volketswil unter die Räder, wo die Band für die nächsten drei Tage beherbergt sein wird. Einige Stunden „Afterparty“ später mit interessanten Geschichten aus der Jugendzeit von einigen nicht mehr ganz so jungen Tourgefährten („Ja also, als wir in eurem Alter waren, da haben wir überhaupt NIE geschlafen!“) und einem dialektologischen Linguistikkolloquium („Also, wie sagt ihr in der Schweiz für ... ?“) kriechen dann auch die letzten um sechs Uhr morgens in die Schlafsäcke.




1. Februar 2008, 17:30 Uhr

Nach einem ruhigen und erholsamen Morgen haben wir die Musiker der zwei Bands auf drei Fahrzeuge aufgeteilt (Kombi, Kleinwagen und VW-Bus) und alle haben ihren Weg in die Plattform, die Wohler Venue, in der wir heute Abend gastieren dürfen, gefunden. Aufgestellt ist das Material bei zwei Bands, die alle über die selbe Backline spielen, zum Glück schnell. Der Soundcheck dauert dann bei den einen etwas länger, vor allem, weil sie kurzfristig noch schnell einen Song umschreiben und proben müssen. Die andere Band, die als erste spielt und daher als zweite soundcheckt, hat somit das Nachsehen.



Wie schon andere Male versorgt uns die Crew der Plattform im hauseigenen Restaurant mit einem super leckeren Menu (die Wahl besteht aus einem vegetarischen Menu und einem mit Fleisch). Mit dabei sind heute auch noch Djane Mela und Tontechniker Ozzy, der sich um die Live-Recordings kümmert.


1. Februar 2008, 00:00 Uhr

Es ist Zeit für das Set unserer deutschen Gäste! Die ersten zwei Nummern kommen noch etwas verhalten, aber spätestens nach dem spektakulären Solo des Keyboarders Winnie Rimbach-Sator in der Santana-Covernummer ist das Eis gebrochen und das Quartett packt so richtig aus. Überhaupt orientieren sich Karmic Society in ihren Ansätzen eher am Jazz oder an einem musikalischen Genre, das in den USA „Jamband“ genannt wird: Es gibt zwar durchaus Songs, die aus fixen Akkorden und einer Hookline oder eine fixen Melodie bestehen, doch was zwischen zwei oder drei oder vier Wiederholungen dieses Themas passiert, bleibt oft dem Zufall überlassen. Ganz nach dem Motto: „Just Jam and let the Groove guide you!“. Mit einer tighten Rhythm Section bestehend aus Bassist Karsten Kulinna und Drummer Steff Bollack (die auch andere Projekte zu zwei bestreiten, was man am Zusammenspiel sofort hört) ist der Groove überhaupt kein Problem und der sehr variable Gitarrist Mario Schulz kann sowohl folkig-rauhe Rhythmusgitarrenparts schrummeln, als auch mit wilder Hendrix-Expression und viel Distortion absauen. Dass er dazwischen subtiles Fingerpicking einschiebt und den jazzig-leisen Klängen genau so frönt wie dem Lärm ist ein weiteres Plus. Die Bühnenpräsenz ist jedoch keineswegs diejeniges eines Leadgitarristen: die Musik selber steht im Mittelpunkt, nicht der Musiker. Noch ein Mal etwas, was diese vier (Wahl-)Heidelberger um so sympathischer erscheinen lässt.



Ein kleines Highlight ist der Titelsong „Journey“ zum aktuellen Album, gegen Ende begeistern sie dann noch mit einer sehr eigenständigen instrumentalen Version des Grateful Dead-Klassikers „Dark Star“. Ebenfalls mit im Programm sind die Titelmelodie zu „Raumpatrouille Orion“, der Kult Space-Fiction-Serie der späten 70er-Jahre und die Coverversion des Can-Hits „You Do Right“. Letztgenannter ist auch der einzige Song, bei dem Bassist Karsten seine nicht ganz unansehnliche Stimme auspackt.


2. Februar 2008, 01:45 Uhr

Karmic Society haben soeben ein genial-spaciges, langes Set hingelegt und stürmen nun erschöpft und verschwitzt die Bar, derweil die Ginger-Musiker den Merchandise-Stand betreuen.



Obwohl nicht wahnisinnig viele Gäste in der Plattform sind, ist die Stimmung doch einzigartig und es gibt viele positive Reaktionen auf den sehr abgefahrenen Sound und die losen Jams – eine Sache die man heutzutage live nicht mehr oft hört. Djane Mela lässt den Abend mit Perlen aus 40 Jahren Blues- und Rockgeschichte ausklingen und das Einladen der Autos geht erstaulich schnell von der Hand. Und wieder montiert sich eine Afterparty im Wohnzimmer der Berichterstatterin, mit Pizza, Bier, diesmal aber ohne Linguistikkolloquium. Es scheint, als fühlten sich die 6 Musikfreaks inzwischen schon pudelwohl in der Schweiz, die grosse Sprücheklopferei ist fester Bestandteil des lockeren und freundschaftlichen Umgangs zwischen den Musikern geworden. So kommt es dann auch dass aus der Gastgeberband bald die „unglaublichen Ginger mit ihrem spektakulären Album“ werden.
Auch Tourhund Chica, der diesmal leider aus Platzgründen und wegen der Lärmemissionen zu Hause bleiben musste, hat die 6 Heidelberger sofort ins Herz geschlossen und lässt sich keine Gelegenheit nehmen, diese mit ihren feuchten Küssen und Fuss-Schnapp-Spielen zu beglücken.




2. Februar 2008, 15:00 Uhr

Heute haben wir etwas länger Zeit für unseren Soundcheck, was auch bitter nötig war, weil die mangels genügend Ausgängen zusammen gekoppelten Monitoren für viele unangenehme Störgeräusche sorgten. Hinzu kommt, dass wir auch heute wieder Live-Mitschnitte beider Gigs (sowohl von Ginger als auch von Karmic Society) machen wollen, diesmal jedoch weder den Harddisk-Recorder von gestern, noch den Aufnahmeprofi Ozzy dabei haben. Mit zwei Mischpulten und Tape Operator Winnie gelingen uns aber auch am Samstag im Provitreff in Zürich ganz anständige Aufnahmen, und das obwohl die Venue nicht für ihre gute Akustik bekannt ist.


2. Februar 2008, 21:00 Uhr

Mit Hilfe eines ganzen Heers von Freunden, die die Bar schmeissen, an der Kasse sitzen, Bier ausschenken, am DJ-Pult rocken und Essen für die Band kochen, fühlt sich dieses Fest aus der Party-Reihe „Shake-A-Go-Go“ denn dann auch eher an wie eine gemütliche Wohnzimmerparty im Kreis von engsten Freunden.


2. Februar 2008, 04:00 Uhr

Wieder haben beide Bands je ein langes Set gespielt und auch heute tanzt und rockt das definitiv zahlreichere Publikum zu den vielleicht etwas griffiger interpretierten Songs. Irgendwann mitten in der Nacht, als die ersten schon wieder nach Hause gegangen sind, und die letzten die Bar leertrinken, die Bands am Einladen sind, läuft Djane Mela richtig zur Hochform auf und rekapituliert mit ihrem DJ-Set gleich ereignisreichen letzten drei Tage. Die letzten drei Tage die so lehrreich, schön, verbindend, offen und prägend waren für alle von uns und dich sich für ein so dichtes Programm, das tatsächlich in sie gepackt worden war, kaum stressig angefühlt haben, die letzten drei Tage die niemand von uns so richtig gehen lassen will, weshalb wir morgens um neun noch immer mit den Bierdosen in den Händen auf dem Wohnzimmerboden inmitten eines Chaos von Schlafsäcken, leeren Bierdosen, Kleidern, Gitarren und schlafenden Hunden sitzen während es draussen schon wieder hell ist und sich keiner so richtig dazu überwinden kann, ins Bett zu gehen und sie zu beenden...




...mehr bilder vom samstag von mr. hp jones
hier

GINGER winter shows (Part IV)

...nach einer langen Nacht im White Rabbit und einer kurzen Nacht bei Hajo ist am nächsten Tag die Weiterfahrt angesagt: etwa 450km müssen wir unter die Räder nehmen, um zu unserem Silvester Gig in Wolfsbehrigen zu kommen. Wir rechnen dafür mal vorsichtshalber 5 bis 6 Stunden ein.
Nach gut der Hälfte des Weges - (Marc fährt den grössten Teil der Strecke heute daher auch der exorbitant hohe Benzinverbrauch) - legen wir eine Raststättenpause ein, wo die Berichterstatterin wegen ihrer gesunden Lebensweise geneckt wird ("Was, du issisch e Frucht? Uf dä Tour?"), während sich andere einen Burger oder das Schnipo-Menü gönnen. Ich verkneife mir einen Kommentar in die Richtung von "Ja, in 10 Jahren bereust du schon noch, dass du dich nicht gesünder ernährst".

Dann werden wir noch angebleit von einem Chick, das nach Hildesheim muss und bei uns ein Wegstück mitfahren will. Wir witzeln schon über ein zukünftiges Groupie und ob wir sie nicht auch überzeugen sollten, nach Wolfsbehrigen zum Silvester mit uns zu kommen.
Also quetschen wir uns etwas enger auf die Rückbank und während Marc weiter fährt, macht Micha den Geek-Test mit uns (aus der Sonntagszeitung). Ich bestehe als "knapp nicht gegeekt". Während der Weiterfahrt hören wir uns Ausschnitte aus den Kanal-K-Sessions an und lachen uns alle halb krumm über unser Geblei.

Knapp 100km vor dem Ziel ertönt ein ohrenbetäubend-schepperndes Klappern vom rechten Vorderrad her. Der Bus holpert etwas und alles schreit durcheinander:
"Reifen geplatzt!" - "Attentat!" - "Bremsen! Bremsen!".
Schnell lenken wir das Fahrzeug auf den Pannenstreifen und schauen uns die Bescherung an. Die Innenverschalung des vorderen rechten Radkastens hat sich gelöst und knallte während der Fahrt gegen den Reifen. Dabei hat sie sich schon teilweise abgerieben. Die Stosstange ist auf der Höhe des Rades ist von einem Loch durchbohrt, das aussieht, wie von einem Geschoss gemacht.

Da ja ein guter Rowdie alles mit Gaffa-Tape flickt und ein guter Musiker sowieso (ein schlechter hat keines mit dabei), ist das Problem rasch behoben und die Weiterfahrt versüssen wir uns mit Spekulationen über die Ursache dieses mysteriösen Loches. Am beliebtesten ist natürlich Bleiermichas Theorie vom Sniper, dem Heckschützen am Autobahnrand.

Eine richtige Tour ist das, mit Sex, Crime und Rock´n´Roll!

In Wolfsbehrigen angekommen (das Groupie "setzen" wir 50km vor dem Ziel an einer Tankstelle wieder aus - von da an fährt Ändu) tragen wir schnell unser Gear aus dem Auto, stellen auf, machen einen Mini-Soundcheck (Amps an - Gitarre ein - Klingt: Ja gut, ok. Das wars) und dann legen sich die meisten schlafen. Die Berichterstatterin macht allerdings einen Spaziergang mit Tourhund "Glapf" Chica über die Wolfsbehringer Felder und wird danach von der 12-jährigen Tochter eines Deadheads belagert, die etwas "gebleebe" ist.

Irgendwann kriechen dann die Jungs wieder aus den Betten und der P.A. Mensch Thoralf montiert sich auch (allerdings mit einem Riesen-Glapf: "Kannst du bitte die Gitarre auf meinem Monitor lauter machen?" - "Geht klar. Ok so?" - "Nein ich hör noch immer nix" - "Dafür hör ICH jetzt den Marc extrem laut!") und wir bringen es schliesslich tatsächlich noch zu Stande, einen richtigen Soundcheck zu machen.
Während Bobbel dann das erste Set zum Aufwärmen spielt, stürzen wir uns auf das grossartige Buffet (Danke, Jeanette!).

Wir spielen ein erstes Set, danach ist der "Glapf am Zwölfi" (Mitternacht=Jahreswechsel) angesagt.
Was danach folgt, lässt sich nur noch schwer in zusammenhängenden Sätzen beschreiben, daher gebe ich es möglichst realitätsgetreu wieder:

Eistee,
ein weiteres Set,
Glapf Gha,
Herr Hochwürden (der Behringer Pfarrer ist schon ein cooler Typ!),
Corinna und ihr Absturz,
noch ein Mal ein Set,
plötzlich sind es viel weniger Leute,
ein Blei-Freies P.A.,
Bleier-Lounge mit Manni&Oskar,
Gesundheitskonzept (Ändu nimmt einen Zug vom Doots, hustet&meint "Scheisse, das Tourleben ist ja doch ziemlich ungesund. Also nächstes Mal müssen wir ein Gesundheitskonzept für die Tour entwickeln bevor wir losfahren", Arie darauf: "Ja, heute Mittag als du dich noch über mich lustig gemacht hast wegen der Frucht wollte ich fast sagen "Wart nur, in zehn Jahren bereust du es. Aber eigentlich hätte ich sowieso sagen müssen: "Ja wart du nur, in 1O STUNDEN! bereust du es"), Corinna taucht wieder auf,
Gästebuch-Nacherzählung,
Led Zeppelin als grösste
Bleierband,

etc etc etc...

...irgendwann gegen den frühen Nachmittag sind alle wieder ungeglapft und kriechen aus ihren Betten/Schlafsäcken und das grosse Fressen am immer noch sehr reichhaltigen Buffet geht weiter (oder hat gar nie aufgehört), Leute hats auch noch immer welche da, die "Rock´n´Roll-Livemusik!!" schreien und noch mehr hören wollen und drum spielen wir halt noch ein Mal zwei Sets.
Wieder ein Mal montiert sich danach die Bleier-Lounge um die GINGER Jam Band - diesmal allerdings ungeglapft, weil wir ja morgen wieder früh fahren müssen...

...so neigt sich auch diese kleine Tour schon wieder ihrem Ende zu.

GINGER winter shows (Part III)

Nach einem ganzen Tag Tourpause trifft sich die GINGER Jam Band am Sonntag, 30. Dezemberganz entspannt und fast pünktlich am "Drue" (15 Uhr) am Zürcher Bucheggplatz. Da der Tourbus noch von vorgestern geladen ist, können wir sogleich losfahren. Fahrer ist heute Micha.

Auf der Fahrt passieren wir das Feld"Schlösschen", wo auch das gleichnamige Bier hergestellt wird.


Nach einem kurzen Intermezzo am deutschen Zoll (wir sehen wohl aus wie verdächtige Personen, daher wurden wir aufgefordert unseren Bus auszuräumen und die Instrumente in die Röntgenmaschine zu legen - ausserdem wurden uns die Taschen und Jacken durchsucht) mit den lustigen deutschen Grenzwächtern ("Soo, jetzt röntgen wir noch diese grosse Trommel da... Oh! die passt ja gar nicht ins Gerät!") dürfen wir unsere Reise aber vollständig forsetzen. Den Doots konnten sie uns aber nicht abnehmen, hauptsächlich weil wir keinen mit dabei hatten.

Kurz später schon winkt uns WHITE-RABBIT-Boss Smuth alias Simon auf den Backyard-Parkplatz ein. Wir haben Zeit für einen ausgiebigen Soundcheck, dann begeben wir uns eine Etage höher zum Chinesen , wo wir mit feinem Essen verwöhnt werden. Bis jetzt lässt das Catering auf der Tour nichts zu wünschen übrig. Aber wir freuen uns ja schon auf das Buffet bei Jeanette in Wolfsbehringen...

...nach dem Gig werden wir dann die Feststellung machen, dass wir immer, wenn wir vor dem Gig Chinesisch Essen gehen, viel besser spielen als sonst. Ob das Chinesen Zeug weniger aufliegt? Vielleicht sollten wir mal eine China-Tour machen? Dann gibt es immer so gutes Essen und dann würden wir immer so gut spielen...

...aber wir wollen hier in der Berichterstattung ja keine chronologischen Sprünge machen und der Erzählung nicht vorgreifen.

Als wir zurückkommen und uns an der Bar einen Verdauungskaffee genemigen, spielt gerade Hajo mit seinem Grateful Dead Cover Duo auf. Hajo ist an diesem Abend auch der DJ und unser Gastgeber.
Obwohl es nicht so wahnsinnig viele Leute hat (ist halt auch ein Sonntag) ist die Stimmung super und wir haben ein paar neue Fans, die voll abgerockt haben und sich danach sogar noch unsere CD gegönnt haben. Ein netter Franzose hat uns sogar noch vollgebleit von wegen des StonerRock Labels von seinem Kumpel in Frankreich und er werde ihm die CD geben. "Nimmt uns ja Wunder, ob der sich morgen noch daran erinnert, was er gebleit hat", sagten Micha und ich uns.
Trotz oder gerade wegen all dem haben wir dann aber drei Sets gespielt und sind dann irgendwie doch bis halb vier Uhr in der Früh im White Rabbit in der Freiburger Altstadt gebleebe, bevor wir mit Hajo zusammen zu seinem "Castle" etwas ausserhalb von Freiburg fahren.

In seinem engen Studio, das vollgestellt mit Amps und guten Gitarren ist (Marc bei der Sichtung von Hajos Gitarrensammlung: "Also, morn spil ich glaub e Telecaster" - O.K., musst sie nur noch ganz unauffällig in den Bus laden...) und ausserdem noch eine Sauna angebaut hat, wo der Ändu in jener Nacht ruht (Arie am nächsten Morgen beim Frühstück, als Ändu nach mehrmaligen Weckversuchen noch immer nicht aufgestanden ist: "Also, wen dä Ändu i foif Minute nöd chunt, gangi abe und drei d Sauna uf d Höchststufe!" - eine halbe Minute später steht er in der Küche) rauchen dann die einen noch ein spätes Gute-Nacht-Bong, die anderen sind schon geprüdet.

Bald schon heisst es wieder aufstehen. Wir werden noch mit einem Frühstück verwöhnt, danach setzen wir unsere Reise weiter...

GINGER winter shows (Part II)

Am Tag nach der Kasernenparty hiess es dann schon wieder früh aufstehen, um den Tourbus abzuholen. Das ist so ein rotes Japanergefährt (Toyota Hi(gh)Ace) mit 210000km auf dem Buckel, souhundmässig schlecht reagierenden Pedalen (Gas, Kupplung) und jeder Menge Platz. Nämlich 9 Sitzplätze nachdem eine Sitzreihe schon entfernt wurde. Ich hab mir dann mal überlegt, dass ich das Ding ja nicht mal fahren dürfte, weil alle ab 2004 ausgestellten Fahrausweise in der Schweiz nur für PWs bis 9 Personen gelten, bei dem hier steht aber 12 im Fahrzeugausweis. Na ja, vermietet haben die mir den Bus ja trotzdem!

Bei der Rückkehr erfahre ich dann von meiner Mitbewohnerin noch, wie die gestrige Afterparty in der Zukunft geendet habe; mit himmeltrauriger Musik, Kebap-Essen an der Langstrasse und plötzlich verschwunden Leuten (die dann Stunden später mit totalem Blackout und einem Loch im Bein wieder auftauchen!).
Dann heisst es auch schon wieder in den Bandraum fahren, wo wir noch den Rest unseres Equipment aufladen.


Auf dem Weg nach Frauenfeld, wo wir am zweiten Tourtag gastieren, laden wir dann noch Gitarrist Marc ein und decken die Fahrtgesellschaft mit Zutaten für den Workshop ein. Allerdings ist der Workshop diesmal ein essbarer: Brot, Käse, Wurst, Mayo und Gurken sind die Zutaten für den Sandwich-Workshop.

In Frauenfeld angekommen, gehts dann sofort ans Ausladen und Soundchecken und nach schon einer Stunde sind wir eingejammt und aufgestellt und haben auch die Light&Deko-Show montiert. Und auch der Sound auf der Bühne ist diesmal erfreulich gut und rasch eingestellt.Dann werden wir mit einem leckeren Abendessen vom Pizza/Kebap "Babylon" (ein Stockwerk unterhalb vom KAFF) verwöhnt und chillen im gemütlichen Backstagebereich ab.

Um zehn gehts dann für das erste Set auf die Bühne. Während des Sets tröpfeln noch hin und wieder Gäste herein und obwohl der Laden nicht knallvoll ist, ist die Stimmung gut, der Sound super und es macht einfach nur Spass zu spielen. Auf die Bilder, die Meister Marco geknipst hat, bin ich ja dann mal gespannt!
Nach einer kurzen Pause gibts dann noch ein zweites Set und zwei Zugaben. Danach macht Marc alias DJ Taliesyn noch Sound und wir verkaufen noch einiges an CDs an unsere neu gewonnenen Fans.
Was für eine coole Venue! So was gibt es in Zürich nicht. Alternativ wie die Rote Fabrik, vielseitig wie das Dynamo, anspruchsvolles Programm mit guten Bands wie im Abart und das alles in einer Venue die nicht viel grösser ist als ein Schulzimmer, allerdings sehr sehr schön eingerichtet und mit Top Tontechnik und Licht versehen, dazu eine kleine Lounge mit Wohnzimmercharakter im hinteren "Sääli". Und dass die dort abchillenden "Tour-Geuer" (Ändu für "Thurgauer") einiges angenehmere Menschen sind als das Zürcher Partyvolk versteht sich wohl von selber. Einen herzlichen Dank ans Kaff-Team! Habe selten in so relaxter Athmosphäre und unter so netten Leuten spielen dürfen!!

Gegen zwei Uhr machen wir uns dann wieder ans Laden des Tourbusses und weil die Berichterstatterin (obwohl nicht geglapft) das Licht und die Heizung im Auto angelassen hatte während der Viertelstunde Laden, ist dann, als wir losfahren wollen, die Batterie am Ende. Hehe...

...alles noch ein Mal austeigen und anschieben. Peter wird dann beordert, den Motor anzulassen, sobald das Ding rollt ("Aber ich därf gar nüme autofahre!") - was allerdings mit angezogener Parkbremse nur mässig gut funktioniert.
Auf dem Nachhauseweg rotiert dann der Workshop noch ein Mal und wir verabreden uns für den nächsten Gig.

GINGER winter shows (Part I)

Am Donnerstagmorgen, dem 27.12. sitze ich in der Strassenbahn und lese die Headline einer Gratiszeitung: "Heute Startschuss für Sixdays!"
(Sixdays ist das Sechstagerennen, das legendäre Zürcher Radrennen in der offenen Radrennbahn in Zürich Oerlikon, gegenüber vom Hallenbleierstadion, einer Kulturstätte, wo so epische Werke von historischer Bedeutung wie die Deutsche Nationalhymne aufgeführt werden).
Wie passend, denke ich. Denn der 27.12 ist der erste Tag der GINGER winter shows, nachdem unser Gitarrist Marc endlich von seinem Auslandaufenthalt in Glasgow zurückgekehrt ist. Diese winter shows beinhalten auch die Years End Concerts, eine kleine Tour mit Shows in der Schweiz und in Deutschland. Und diese Years End Tour dauert zufällig auch grad "sixdays". Also, witzeln wir, können wir uns fortan GINGER6DAYS nennen.

Ja, die erste dieser Shows ist nun eben der Gig am 27.12. an der Psychedelic Rock Night in der Kaserne Zürich mit den Bands TOILET FLUSH (sg), AOXOTOXOA (halbe schweiz) und den DJs Zepster und Pinkflo. Nicht gerade der durchschlagende Erfolg, aber immerhin ein lustiger Abend, wo mal wieder alle Bleier (man lese zum Thema "Bleier" folgende Ausführungen) und Geuer versammelt sind. Sozusagen zur Jahresend-Inventur (der Bestand teilweise etwas ramponiert aber noch immer vollzählig).

Nach einigen anfänglichen Pannen (zwei Bands stehen da und wollen Soundchecken aber bei beiden fehlt der Drummer), die in auf italienisch ausgestossenen Verwünschungen des Mischers gipfeln
(hat der tatsächlich das Gefühl, wenn er auf italienisch über die sowieso nicht anwesenden Drummer der Bands flucht, verstehen es diese Bands nicht? Hat man nicht mal ein paar Semester Latein gehabt an der Schule oder war mal in Italien in den Ferien um in so einer Situation nachvollziehen zu können, wer gemeint ist? Ich meine, wenn es ihn so stört kann er das ja auch gleich auf Deutsch kommunizieren. Und wenn er das Gefühl hat, über andere fluchen zu müssen, ohne dass diese es verstehen sollen, dann kann er ja Chinesisch lernen. Oder Zulu. Tss...)

Gut, weiter jetzt: Eben, nach diesen Anfangsschwierigkeiten hats dann aber gut geklappt und der Micha, der in Torkeldistanz von der Venue wohnt (also eigentlich ist der Nachhauseweg von der Kaserne zum Micha gar kein Nachhauseweg, ausser man rechnet die 4 Meter Strasse, die zu überqueren sind, als Weg!), hat sich anerboten für die Bands und Mischer das Catering zu organisieren.

Und obwohl es ein Donnerstagabend in der Souhundzeit zwischen Weihnacht und Neujahr ist und in der Stadt etwa hundert Konkurrenzparties stattfinden, hats doch noch ein paar Leute, die beim Konzert der ersten Band, TOILET FLUSH, tanzen und Stimmung machen. Wieder einmal überzeugt Sulis G.L.O.R.I.A.-Performance a la Jim Morrison und auch "Born to be Wild" bringen sie sehr schön.
Danach nehmen die Partybesucherzahlen aber schon etwas ab und als die zweite Band, nämlich unsere, dann nach einem schlechten Gig wieder von der Bühne steigt sind nicht mal mehr halb so viele Leute da. Die mussten wohl auf den letzten Zug.

Dann spielen AoxotoxoA noch zwei Sets - auch nicht besonders in Höchstform; da hilft auch dem Fäbu seine Bleier-Hammond-Orgel, die er zur Feier des Jahres/Tages/Abends noch montiert hat, nichts:

Zur Entschuldigung beider Bands muss man allerdings noch sagen, dass die Sänger beider Bands grippemässig etwas angeschlagen waren - und dazwischen rockt DJane Pinkflo die Turntables. Und während der Gigs den Dancefloor.

Irgendwann versammeln sich dann alle Gebliebenen um das Merch herum, wo der Oskar einen bühnenreifen Blei bringt:
"Oskar, bist du am Silvester auch beim GINGER-Konzert montiert?"
"Nein, ich bin nicht montiert, ich bin der Monteur!"

und wer jetzt ein Auto mit hat und noch fahren darf, macht sich auf den Heimweg - so auch die Berichterstatterin. Deshalb wird von der Afterparty in der Zukunft wohl von anderer Seite her berichtet werden müssen...

...and the tour goes on!

7.9.2007: GINGER live radio showcase
"language beyond words" produced by WAT,
kanal k

Freitag, 7.9. 17:00

Die GINGER Jam Band montiert sich in de Proberaum zum Einspielen und Laden. Mit dabei von der Tour ist auch der Roadie Thilo aus Berlin, der beruflich öfter mal in der Schweiz zu tun hat. Nach einer Stunde Probe und einer halben Stunde Laden fahren wir los in Richtung Argau (Quellenangabe: Mit freundlicher Genehmigung geklaut bei Toxoa: http://www.aoxotoxoa.com/verbesserung.html).

Freitag, 7.9. 21:00
Wir sitzen seit einer Stunde beim Chinesen und unser Essen ist noch immer nicht gekommen. Eigentlich müssten wir schon langsam in de Studio sein, am Aufstellen...

Freitag, 7.9. 23:00
Pünktlich zu Beginn der Show eröffnen wir unsere eine Nacht dauernde Sendung mit einem Stück (ab Band) von Cream, deren Schlagzeuger GINGER BA... als Namensgeber für unsere Band fungiert, nämlich mit dem Song "Crossroads". Danach steigen wir mit "Big Fish" ins erste Set ein.

Samstag, 8.9. 04:00
Nach 5 Stunden, 5 Sets, viel Geblei und unendlich viel mehr Doots (zum Glück hatten wir den Roadie dabei, der immer fleissig am Workshop war), sind dann alle irgendwann mal ziemlich müde und es verabschiedet sich die illustre Gesellschaft aus dem engen, gemütlichen und verrauchten Studioraum: von Waat, der die Sendung initiiert, Evelyn aus Volketswil, die GINGER Jam Band und der Roadie Thilo. Die Rückfahrt wird dann etwas sichtbehindert (beschlagene Scheiben), dunkel, zentrifugalbeschleunigt (270° Autobahneinfahrt: "hört das nicht mehr auf?") und automatischautobahntunnelbeleuchtet ("Ui, jetz isch doch grad s Liecht a gange!").
Nein, nein, die Fahrerin hat nicht gedootst, aber witzig war die Fahrt trotzdem!


DIE KAPELLE, OPEN AIR,Siebnen (sz)

Samstag, 8.9. 16:00

Nach einer eher kurzen Nacht sind wir schon wieder losgefahren zu unserem nächsten Konzert. Diesmal fahren wir in eine etwas andere Ecke der Schweiz, nämlich dem schönen Zürichsee entlang in die Zentralschweiz.

Samstag, 8.9. 18:00
Kaum angekommen, versinkt auch schon das erste Auto (unseres! der für dieses Missgeschick zuständige will nicht erwähnt werden *smile) in der schlammigen Wiese, was zuerst einmal körperliche Arbeit bedeutet, das Ding wieder heraus zu kriegen. Weil wir wegen des Matsches nicht bis zur Bühne fahren können, müssen wir alle Verstärker die 100 Meter über die Matschwiese schleppen. Das geht auf dem Hinweg noch, als es hell ist, auf dem Rückweg ists dann dunkel und glitschig, ausserdem ist die Wiese uneben: die perfekte Stolperfalle wenn man ausserdem noch bleiermässig zwei 20kg Röhrenamps (Bruchgefahr! Glaskolben!) auf ein Mal transportieren will.

Die schöne Kim aus Holland, Bremen und Davos mit der noch schöneren Stimme eröffnet das Festival an der Gitarre. Begleitet wird sie von wechselnder männlicher Besetzung an der Perkussion.


Samstag, 8.9. 20:00
Als zweite Band sind dann unsere Freunde von LAST AVENUE angesagt und wie immer zieht der Gaisser seine grosse Bühnenshow ab; wer L.A. noch nie live gesehen hat und nicht auf Rock´n´Roll steht, dem sei die Band trotzdem wärmstens empfohlen, so eine Show bietet sonst im Rockzirkus nur Angus Young und den Sound von AC/DC kennen wir doch langsam.
The Gaisser Show:
gaisser

Na auf alle Fälle spielten nach L.A. die Emo-Indie-Punk-Rocker von Confuse A Cat aus der Region und während ihrer Show gabs dann noch einen kleine Feuershow-Einlage von ein paar Hippies und Goa-Freaks mit Stäben und Pois (und spätnachts versuchte sich dann auch noch einer im Feuerspucken, was aber ein bisschen misslungen aussah, der Typ war irgendwie völlig stoned und auch sonst ein bisschen gebliebe: anstatt dem üblichen Lampenöl nahm er Brennsprit was man zum Anzünden für den Grill braucht, ausserdem behielt er das Zeug noch mindestens 2 Minuten im Mund, bevor er es jeweils ausspuckte; ob er wohl hoffte über die Schleimhäute noch etwas von dem Alkoholgehalt aufnehmen zu können?), was dazu führte, dass es plötzlich wahnsinnig nach verbranntem Plastik stank bei der Bühne und wir alle verzweifelt nach dem vermeintlichen Kabelbrand suchten, bevor uns ein Kurzschluss die PA lahmlegen würde.


Samstag, 8.9. 21:00
Nach der Confuse A Cat Episode spielte dann die GINGER JAM BAND (also wir) und weil wir grad mal eine halbe Stunde vor dem Konzert eine Setliste zusammen gestellt hatten, die dann auf einen winzigen Zettel gekritzelt hatten, der dann wegen seiner Grösse und dem schlechten Licht auf der Bühne erst noch nicht lesbar war! endete das damit, dass wir auf der Bühne standen, "ähm, was spielen wir als nächstes?" und dann mal irgend jemand etwas ins Mikrofon laberte und dann irgend jemand anders dann mal mit einem Song aufs Geratewohl anfing in der Hoffnung, die anderen merkten dann schon, was gemeint sei und stiegen mit ein. Hinzu kam, dass der Marc, unser Gitarrist bei jedem zweiten Song irgend ein technisches Problem hatte (Wah-Pedal, Saite gerissen) und dann mal wieder für ein paar Minuten von der Bühne verschwunden war, zum Teil mitten im Song (immerhin ist er Leadgitarrist und Sänger), was wir dann als gut eingespielte Band natürlich auch zu überbrücken wussten. Das führte dann auch dazu dass wir so quasi mehr oder weniger abjammten und Songs wild mischten (wie das die grossen guten Bands halt so tun) und crazy gewagte Medleys ausprobierten. Alles in allem doch ein spannendes und etwas aussergewöhnliches Set mit sehr guten Momenten, was aber leider auch total chaotisch und unorganisiert wirkte und ich mir zeitenweise vorkam wie eine mittelmässig bis lausige Schülerband...


Samstag, 8.9. 22:00
Danach gab sich AOXOTOXOA noch die Ehre. Deren Drummer tauchte im letzten Moment auf und unser Schlagzeuger fürchtete schon, er müsse noch ein zweites Mal auf die Bühne (wie er das schon während der Tour mehrere Male gemacht hat), was bei seinem Alkoholisierungsgrad doch langsam eine Zumutung (für die Band und das Publikum, aber auch für den Schlagzeuger) gewesen wäre (man sollte einfach nicht ZU besoffen spielen, ausser man hat 20 Jahre Tourerfahrung), frei nach dem Motto: "Mein Schlagzeuger ist alkoholkrank".

Toxoa spielten zwei Sets und hatten ein paar wunderschön jammige Versionen mit drin unter anderem den Scarlet Begonias > Fire on The Mountain-Jam und gegen Ende des zweiten Sets wurden sie dann noch richtig rockig und boogieten ab mit "Johnny B. Goode". War ein grosser Spass.


Samstag, 8.9. 24:00
Nach den Konzerten war nocn Goa-Party angesagt und die Rocker verzogen sich dann ans Feuer oder schlossen sich dem immer grösser werdenden Gehänge und Geblei und Gedoots an, was dann an den Holztischen vor dem Essenszelt statt fand. Leider blieb die Berichterstatterin total nüchtern, weil sie auf dem Heimweg die Fahrerin war und wenn man so gänzlich klar ist, macht so bumm-bumm-Musik einfach keinen Spass. Weshalb dann irgendwann so um 3 Uhr morgens mal Abfahrt angesagt war.

Die einen Mitglieder der Tourcrew, welche VOLLSTÄNDIG vereinigt war an jenem Abend, waren schon früh in de Bett und die anderen spacten noch mit Hilfe halluzinogener Substanzen ab.