CD-Kritik: KARMIC SOCIETY
KARMIC SOCIETY habe ich letzten Sommer am Burg Herzberg Festival kennengelernt. Die vier Jungs aus Heidelberg und Umgebung, deren Durchschnittsalter unter 30 liegt, haben mich an jenem Festival schon (und tun es noch immer) mit sehr jammigen experimentellen 70er Psychededelik-Rock überzeugt. Eine Vierercombo, bestehend aus Drums, Bass, Gitarre und ein Sammelsurium and alt klingenden Tasten (Rhodes, Moog, Hammond etc). Meist instrumental. Dann und wann psychedelisch verzerrte Gesangfetzen die über einen rollenden Soundteppich aus stampfenden Bassriffs, proggy Drums, schwebenden Orgeln und bluesig-erdigen Gitarrensoli wabern. Und immer sehr tight und nie einschläfernd oder langsam.
Auf ihrem ersten richtigen Studioalbum überzeugen KARMIC SOCIETY mit drei gut gewählten und schön langen Covers (Raumpatrouille Orion, You Do Right, Dark Star) sowie 6 Eigenkompositionen die den Covers in fast nichts nachstehen. Klar einen Song wie "Dark Star" kann man einfach nicht mehr nochmals schreiben, der ist genial - schliesslich ist der von den GRATEFUL DEAD. Ich kann mir vorstellen, dass es eine mutige Entscheidung ist, gleich so viele Covers auf ein Album zu stellen, immerhin besteht damit die akute Gefahr, dass die eigenen selbstgeschriebenen Songs strukturell abfallen und somit der Platte einen Bruch zwischen Klassikern und Newcomer-Zeugs geben. Aber bekanntlich kann die Interpretationsart auch aus einem Song mit 08/15-Riffs und 16/25-Kadenzen ein Highlight machen.
Für mich eine sehr gute Adaption der Klangkonzepte der 70er Progrock Band und schön jammig umgesetzt. Auch live sind KS eine angenehme Band:
sie überfordern den Zuschauer nicht über überkandidelten Light- und Bühnenshows (das würde zum Sound auch gar nicht passen), sondern machen aus ihm einen Zuhörer und einen MItstauner - und darum geht es ja schliesslich auch: ums Hörerlebnis, um den Sound.
KS sind Vintage, ohne muffig zu riechen oder verstaubt zu wirken.
Wer bei Iron Butterfly das jammige Element vermisst und bei Camel das treibende ist mit KARMIC SOCIETY bestens bedient. Die Band schafft es irgendwie zwei fast unvereinbare Dinge im Sound zu vereinen: Groove und Abgespactheit. Chapeau!
KS verlinkt:
http://www.karmicsociety.de/
Auf ihrem ersten richtigen Studioalbum überzeugen KARMIC SOCIETY mit drei gut gewählten und schön langen Covers (Raumpatrouille Orion, You Do Right, Dark Star) sowie 6 Eigenkompositionen die den Covers in fast nichts nachstehen. Klar einen Song wie "Dark Star" kann man einfach nicht mehr nochmals schreiben, der ist genial - schliesslich ist der von den GRATEFUL DEAD. Ich kann mir vorstellen, dass es eine mutige Entscheidung ist, gleich so viele Covers auf ein Album zu stellen, immerhin besteht damit die akute Gefahr, dass die eigenen selbstgeschriebenen Songs strukturell abfallen und somit der Platte einen Bruch zwischen Klassikern und Newcomer-Zeugs geben. Aber bekanntlich kann die Interpretationsart auch aus einem Song mit 08/15-Riffs und 16/25-Kadenzen ein Highlight machen.
Für mich eine sehr gute Adaption der Klangkonzepte der 70er Progrock Band und schön jammig umgesetzt. Auch live sind KS eine angenehme Band:
sie überfordern den Zuschauer nicht über überkandidelten Light- und Bühnenshows (das würde zum Sound auch gar nicht passen), sondern machen aus ihm einen Zuhörer und einen MItstauner - und darum geht es ja schliesslich auch: ums Hörerlebnis, um den Sound.
KS sind Vintage, ohne muffig zu riechen oder verstaubt zu wirken.
Wer bei Iron Butterfly das jammige Element vermisst und bei Camel das treibende ist mit KARMIC SOCIETY bestens bedient. Die Band schafft es irgendwie zwei fast unvereinbare Dinge im Sound zu vereinen: Groove und Abgespactheit. Chapeau!
KS verlinkt:
http://www.karmicsociety.de/
arie - 8. April, 10:10
kein geblei - mitbleien